Ob du einen Makler brauchst, hängt von deiner Zeit, deiner Marktkenntnis und deinen Nerven ab. Ein Makler übernimmt Bewertung, Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlung und kostet dafür Provision. Ohne Makler sparst du diese Kosten, trägst aber den gesamten Aufwand und das Risiko selbst. Für die meisten Verkäufer ist der Makler der bequemere Weg, der Privatverkauf lohnt sich vor allem bei gefragten Objekten und viel eigener Zeit.
Das Wichtigste in 60 Sekunden • Ein Makler nimmt dir Bewertung, Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlung ab. • Die Provision teilen sich Käufer und Verkäufer seit Dezember 2020 in der Regel. • Ohne Makler sparst du die Provision, brauchst aber Zeit, Marktkenntnis und starke Nerven. • Der Privatverkauf lohnt sich am ehesten bei gut verkäuflichen Objekten in gefragter Lage. • Ein zu hoch angesetzter Preis kostet privat schnell mehr, als der Makler gekostet hätte.
Was macht ein Makler eigentlich?
Ein Makler begleitet den ganzen Verkauf. Er bewertet die Immobilie, erstellt das Exposé, kümmert sich um Fotos und Inserate, führt die Besichtigungen, prüft die Bonität der Interessenten und verhandelt den Preis. Am Ende begleitet er dich bis zum Notartermin.
Der eigentliche Wert liegt in der Marktkenntnis und der Routine. Ein guter Makler kennt die realistischen Preise deiner Lage und weiß, wie er aus Interessenten zahlende Käufer macht.
Was kostet ein Makler?
Die Maklerprovision liegt je nach Bundesland grob zwischen 5 und 7 Prozent des Kaufpreises, meist zuzüglich Mehrwertsteuer. Seit Dezember 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision beim Verkauf von Häusern und Wohnungen an Privatpersonen in der Regel.
Wie sich die Provision genau zusammensetzt und wer wie viel zahlt, steht im Ratgeber Maklerprovision.
Wann lohnt sich ein Makler?
Ein Makler lohnt sich, wenn dir Zeit, Marktkenntnis oder Nerven fehlen. Wer berufstätig ist, weit weg wohnt oder zum ersten Mal verkauft, spart mit einem Makler viel Aufwand und teure Fehler.
Auch bei schwierigen Objekten ist er hilfreich, etwa bei einer vermieteten Wohnung, einem Sanierungsfall oder einer ruhigen Lage mit wenigen Käufern. Hier zahlt sich die Erfahrung besonders aus.
Wann kannst du ohne Makler verkaufen?
Ohne Makler verkaufst du am besten, wenn dein Objekt leicht verkäuflich ist und du Zeit mitbringst. Eine gefragte Wohnung in guter Lage findet auch privat schnell Käufer.
Voraussetzung ist, dass du die Arbeit übernimmst: einen realistischen Preis ermitteln, ein sauberes Exposé erstellen, Besichtigungen organisieren und sicher verhandeln. Der häufigste Fehler beim Privatverkauf ist ein zu hoher Preis, der das Objekt am Markt verbrennt.
Mit oder ohne Makler im Vergleich
„Die Entscheidung für oder gegen einen Makler sollte nicht aus dem Bauch heraus fallen. Wer Zeit, Marktkenntnis und Verhandlungserfahrung mitbringt, kann selbst verkaufen. In vielen Fällen ist ein guter Makler aber ein wertvoller Partner, weil er den Markt realistisch einschätzt, den Prozess professionell steuert und teure Fehler beim Angebotspreis vermeidet.“
Jan-Philipp KöttingCEO von PropertyPilot
Zusammenfassung
Die Frage entscheidet sich an drei Dingen: Zeit, Können und Risiko. Fehlt dir eines davon, nimmt dir ein Makler viel ab und ist seine Provision oft wert. Hast du ein gefragtes Objekt, Zeit und einen kühlen Kopf, kannst du privat verkaufen und die Provision sparen. In beiden Fällen beginnt alles mit einem realistischen Preis.
Häufig gestellte Fragen
Studierter Betriebswirt, hat zuvor Startups mit aufgebaut und entwickelt heute das digitale Zuhause für die eigene Immobilie.
Alle Artikel von Michel Frech →Verwendete Quellen
- Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) §§ 656a ff., Maklerrecht und Provisionsteilung
- Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten (seit 23.12.2020)
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